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Der älteste elektrische Triebwagen der Niederlande, der ZHESM 6 mBC der Zuid-Hollandsche Electrische Spoorweg-Maatschappij (Südholländischen Elektrischen Eisenbahn-Gesellschaft),

(ID 886507)



Der älteste elektrische Triebwagen der Niederlande, der ZHESM 6 mBC der Zuid-Hollandsche Electrische Spoorweg-Maatschappij (Südholländischen Elektrischen Eisenbahn-Gesellschaft), später NS BC 9911, am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan.  

Der Triebwagen wurde 1908 von der Koninklijke Fabriek van Rijtuigen en Spoorwagens J.J. Beijnes (Königliche Fabrik für Kutschen und Eisenbahnwagons J.J. Beijnes) in Haarlem gebaut und bei der Südholländischen Elektrischen Eisenbahn-Gesellschaft mit der Nummer 6 (Serie 1 – 1) in Dienst gestellt. Die ursprüngliche elektrische Ausrüstung war von Siemens Schuckert (Berlin), die aber 1927 von Heemaf (Hengelo) ersetzt wurde.

Die Triebwagen basierten auf einem amerikanischen Design. Sie waren in Creme (oben) und Grün (unten) lackiert und mit einem Jugendstildekor versehen. Es gab 24 Sitzplätze (Samtpolstersitze) der 2. Klasse und 49 (Holzbänke) der 3. Klasse. Die Triebwagen wurden mit einer Anlage für 10 kV Einphasenwechselstrom in Dienst gestellt. In einem Drehgestell waren die beiden Fahrmotoren untergebracht, das andere Drehgestell enthielt den Luftkompressor, der unter anderem für die Bremse zuständig war. Die mBCs bedienten den Nahverkehr Rotterdam Hofplein – Den Haag HS – Scheveningen in der Regel als Zwei-Wagen-Zug.

Im Jahr 1921 ging das Rollmaterial in die neue NS (Nederlandse Spoorwegen) über. Die Nummer 6 wurde mehrfach umgebaut und um nummeriert. Im Jahr 1926 wurden die 23 ZHE-Triebwagen und 17 Mittelwagen auf 1500 Volt Gleichstrom umgerüstet. Der 6er erhielt versuchsweise eine Neuinstallation von Siemens und erhielt wieder das ursprüngliche Zweiklassensystem. 

Der Versuch wurde 1927 beendet, danach wurde der ET erneut mit einer anderen Installation, diesmal von Heemaf, ausgestattet. Außerdem erhielt er nun 4 Motore á 165 KW (225 PS), nun hatte er die Achsfolge Bo´Bo´ (anstatt Bo´2´), so wurde die Leistung erheblich gesteigert. Zudem erhielt er nun die Bezeichnung BC 9011, entsprechend der restlichen Serie BC 9001–9010.

Im Jahr 1930 wurde die mechanische Kilometererfassung eingeführt, die es erforderlich machte, allen Triebfahrzeugen eine eigene Nummernserie zuzuordnen. Für unsere ZHE-ler wurde dies zu BC 9901 – 9911. BC 9011 wurde jetzt zu BC 9911. Die Farbe wurde in den 1930er Jahren durch ein komplett grünes Farbschema ersetzt.

Im Jahr 1944 wurde BC 9911 mit den meisten anderen ZHE-Rollmaterial nach Deutschland gebracht. Nach der Befreiung kehrten die meisten von ihnen in die Niederlande zurück, aber 4 Triebwagen und 1 Waggon der ehem. ZHE blieben vermisst. Die verbliebene und zurückgegebene Ausrüstung hatte erheblichen Schaden genommen. Nur der BC 9911 (ex Nummer 6) war 1946 noch einsatzfähig. Einige kaputte Fenster wurden notdürftig mit Holz und kleinen Glasscheiben verschlossen. Zusammen mit dem Steuerwagen C 8043 bildete er den einzigen ZHE-Zug, der auf der Hofplein-Linie verkehrte.

Ab 1947 wurden auf der Hofplein-Linie nur noch Stromlinienfahrzeuge eingesetzt. Der BC 9911 wurde zum Dienstfahrzeug und transportierte Waggons mit Lagergütern zwischen der Zentralwerkstatt in Haarlem und dem Lijnwerkplaats Leidschendam, blieb jedoch unverändert. Erst später im Jahr 1949 erhielt der Wagen die Dienstnummer 157991.

1957 wurde der technisch vollständige Wagen dem Eisenbahnmuseum gespendet. 1994 fand in der Hauptwerkstatt in Haarlem eine umfangreiche Restaurierung statt, bei der auch das Fahrgestell nach einem früheren Unfall repariert wurde. Dabei musste die elektrische Verkabelung entfernt werden. Nach der Restaurierung wurden die ursprünglichen Farben und Jugendstildekorationen wiederhergestellt. Da der Wagen nicht mehr aus eigener Kraft fahren durfte und nur mit begrenzter Geschwindigkeit transportiert werden konnte, wurde das Antriebssystem nicht repariert. Allerdings sind noch alle elektrischen Komponenten aus dem Jahr 1926 vorhanden.

Der Triebwagen gilt als eines der Highlights des Eisenbahnmuseums.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Länge über die Puffer:	18.600 mm
Achsfolge:	Bo'Bo, ursprünglich Bo'2' (1908 bis1927)
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Antriebmotoren: 4, ursprünglich 2
Leistung von 1908 bis 1927: 2 x 132 kW (2 x 180 PS)  
Leistung ab 1927: 4 x 165 KW (4 x 225 PS)
Stromsystem: 1.500 V DC, ursprünglich 10 k V 25 Hz Einphasenwechselstrom
Eigengewicht: 62 t
Sitzplätze: 24 der 2. Klasse (Samtpolstersitze) und 49 der 3. Klasse (Holzbänke)

Der älteste elektrische Triebwagen der Niederlande, der ZHESM 6 mBC der Zuid-Hollandsche Electrische Spoorweg-Maatschappij (Südholländischen Elektrischen Eisenbahn-Gesellschaft), später NS BC 9911, am 24 Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan.

Der Triebwagen wurde 1908 von der Koninklijke Fabriek van Rijtuigen en Spoorwagens J.J. Beijnes (Königliche Fabrik für Kutschen und Eisenbahnwagons J.J. Beijnes) in Haarlem gebaut und bei der Südholländischen Elektrischen Eisenbahn-Gesellschaft mit der Nummer 6 (Serie 1 – 1) in Dienst gestellt. Die ursprüngliche elektrische Ausrüstung war von Siemens Schuckert (Berlin), die aber 1927 von Heemaf (Hengelo) ersetzt wurde.

Die Triebwagen basierten auf einem amerikanischen Design. Sie waren in Creme (oben) und Grün (unten) lackiert und mit einem Jugendstildekor versehen. Es gab 24 Sitzplätze (Samtpolstersitze) der 2. Klasse und 49 (Holzbänke) der 3. Klasse. Die Triebwagen wurden mit einer Anlage für 10 kV Einphasenwechselstrom in Dienst gestellt. In einem Drehgestell waren die beiden Fahrmotoren untergebracht, das andere Drehgestell enthielt den Luftkompressor, der unter anderem für die Bremse zuständig war. Die mBCs bedienten den Nahverkehr Rotterdam Hofplein – Den Haag HS – Scheveningen in der Regel als Zwei-Wagen-Zug.

Im Jahr 1921 ging das Rollmaterial in die neue NS (Nederlandse Spoorwegen) über. Die Nummer 6 wurde mehrfach umgebaut und um nummeriert. Im Jahr 1926 wurden die 23 ZHE-Triebwagen und 17 Mittelwagen auf 1500 Volt Gleichstrom umgerüstet. Der 6er erhielt versuchsweise eine Neuinstallation von Siemens und erhielt wieder das ursprüngliche Zweiklassensystem.

Der Versuch wurde 1927 beendet, danach wurde der ET erneut mit einer anderen Installation, diesmal von Heemaf, ausgestattet. Außerdem erhielt er nun 4 Motore á 165 KW (225 PS), nun hatte er die Achsfolge Bo´Bo´ (anstatt Bo´2´), so wurde die Leistung erheblich gesteigert. Zudem erhielt er nun die Bezeichnung BC 9011, entsprechend der restlichen Serie BC 9001–9010.

Im Jahr 1930 wurde die mechanische Kilometererfassung eingeführt, die es erforderlich machte, allen Triebfahrzeugen eine eigene Nummernserie zuzuordnen. Für unsere ZHE-ler wurde dies zu BC 9901 – 9911. BC 9011 wurde jetzt zu BC 9911. Die Farbe wurde in den 1930er Jahren durch ein komplett grünes Farbschema ersetzt.

Im Jahr 1944 wurde BC 9911 mit den meisten anderen ZHE-Rollmaterial nach Deutschland gebracht. Nach der Befreiung kehrten die meisten von ihnen in die Niederlande zurück, aber 4 Triebwagen und 1 Waggon der ehem. ZHE blieben vermisst. Die verbliebene und zurückgegebene Ausrüstung hatte erheblichen Schaden genommen. Nur der BC 9911 (ex Nummer 6) war 1946 noch einsatzfähig. Einige kaputte Fenster wurden notdürftig mit Holz und kleinen Glasscheiben verschlossen. Zusammen mit dem Steuerwagen C 8043 bildete er den einzigen ZHE-Zug, der auf der Hofplein-Linie verkehrte.

Ab 1947 wurden auf der Hofplein-Linie nur noch Stromlinienfahrzeuge eingesetzt. Der BC 9911 wurde zum Dienstfahrzeug und transportierte Waggons mit Lagergütern zwischen der Zentralwerkstatt in Haarlem und dem Lijnwerkplaats Leidschendam, blieb jedoch unverändert. Erst später im Jahr 1949 erhielt der Wagen die Dienstnummer 157991.

1957 wurde der technisch vollständige Wagen dem Eisenbahnmuseum gespendet. 1994 fand in der Hauptwerkstatt in Haarlem eine umfangreiche Restaurierung statt, bei der auch das Fahrgestell nach einem früheren Unfall repariert wurde. Dabei musste die elektrische Verkabelung entfernt werden. Nach der Restaurierung wurden die ursprünglichen Farben und Jugendstildekorationen wiederhergestellt. Da der Wagen nicht mehr aus eigener Kraft fahren durfte und nur mit begrenzter Geschwindigkeit transportiert werden konnte, wurde das Antriebssystem nicht repariert. Allerdings sind noch alle elektrischen Komponenten aus dem Jahr 1926 vorhanden.

Der Triebwagen gilt als eines der Highlights des Eisenbahnmuseums.

TECHNISCHE DATEN:
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Länge über die Puffer: 18.600 mm
Achsfolge: Bo'Bo, ursprünglich Bo'2' (1908 bis1927)
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Antriebmotoren: 4, ursprünglich 2
Leistung von 1908 bis 1927: 2 x 132 kW (2 x 180 PS)
Leistung ab 1927: 4 x 165 KW (4 x 225 PS)
Stromsystem: 1.500 V DC, ursprünglich 10 k V 25 Hz Einphasenwechselstrom
Eigengewicht: 62 t
Sitzplätze: 24 der 2. Klasse (Samtpolstersitze) und 49 der 3. Klasse (Holzbänke)

Armin Schwarz 28.06.2025, 124 Aufrufe, 0 Kommentare

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Am 1 Augustus 1995 war Hoogovens/Corus 988 noch Teil der Kollektion des Niederlandisches Staatseisenbahnh Museums in UTrecht.
Am 1 Augustus 1995 war Hoogovens/Corus 988 noch Teil der Kollektion des Niederlandisches Staatseisenbahnh Museums in UTrecht.
Leon Schrijvers

Der Gepäckwagen mit Fahrradanteil NL-NS 50 84 92-37 007-9 der Gattung Df, ex Personenwagen 3. Klasse mit Küche und Gepäckabteil CKD 6910, ein Wagen vom Typ Plan E, am 24. Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan.

Der Wagen wurde 1955 von Beijnes (Koninklijke Fabriek van Rijtuigen en Spoorwagens J.J. Beijnes) in Haarlem gebaut und als CKD 6910 an die NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländische Eisenbahnen) geliefert. 1956 wurden alle NS-Wagen umklassifiziert; aus der 2. Klasse wurde die 1. Klasse und aus der 3. Klasse die 2. Klasse, so wurde er zum BKD 6910. Im Jahr 1962 wurde er zum Speisewagen RDz 6960 umgebaut, die vier Abteile wurden durch einen Speiseraum ersetzt, auch die Küche wurde vergrößert. Äußerlich waren die Wagen durch den Schriftzug „RESTAURATIE“ (Restaurierung) erkennbar. Der Gepäckraum blieb, er war 7,8 Meter lang und hat eine Tragfähigkeit von 1,5 t. Am Ende des Wagens befand sich außerdem ein Abteil für den Schaffner. Ab 1969 wurde der Wagen zum RD 50 84 87-37 212-2 nummeriert. 1987 wurde der Wagen dann zum Gepäckwagen mit Fahrradanteil NL-NS 50 84 92-37 007-9 der Gattung Df in Haarlem umgebaut.

Aufgrund des starken Fahrradverkehrs zwischen dem Süden und der Küste im Sommer setzten die Niederländischen Eisenbahnen (NS) im Mai 1983 vier umgebaute Plan-L-Postwagen für den Fahrradtransport ein. Die ICR-BKD-Wagen reichten nicht aus, um alle Fahrräder zu transportieren. Im Frühjahr 1987 wurden vier ausgemusterte RD-Plan-E-Wagen als Fahrradwagen eingesetzt. Sie wurden in der Haarlemer Werkstatt zu Fahrradwagen umgebaut. 

Nach seiner Außerdienststellung im September 2004 als Df 92-37 007 wurde der Wagen in Maastricht eingelagert und im Mai 2005 ging der Wagen ins Eisenbahnmuseum. 

Der NS CKD 6910 gehört zur Baureihe Plan E, die 1955 in Betrieb genommen wurde. Er ersetzte die letzten Holzwagen, die in den 1950er Jahren ausgemustert wurden. Die Wagen wurden nur im Inlandsverkehr eingesetzt. Die Buchstaben CKD stehen für 3. Klasse (C) mit Küche (K) und Gepäckabteil (D). Die Züge waren blau (Berliner Blau) mit sandgelben Streifen lackiert. 1956 wurden alle NS-Wagen umklassifiziert; aus der 2. Klasse wurde die 1. Klasse und aus der 3. Klasse die 2. Klasse. Der Plan E war für sein schlechtes Fahrverhalten bekannt. Die meisten Wagen wurden 1988 ausgemustert. Einige Wagen des Plan E blieben im Einsatz und wurden umfunktioniert, unter anderem für den Fahrradtransport. Diese Wagen erhielten die Typennummer Df, wobei das „f“ für „Bicycle“ steht.

TECHNISCHE DATEN:
Typ: Plan E
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsfolge: 2'2'
Länge über Puffer: 23.050 mm
Drehzapfenabstand: 16.400 mm
Achsabstand im Drehgestell: 2.750 mm
Leergewicht: 46 t
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h

Plan E (Baureihe) ist eine Serie von 196 Stahlwagen für Fernzüge, die die Niederländische Eisenbahn (NS) 1954 bei Werkspoor und Beijnes bestellte, um Holzwagen im Inlandsverkehr zu ersetzen.

Diese Serie bestand aus:
46 Wagen zweiter Klasse: B 6501–6546
114 Wagen dritter Klasse: C 6601–6714
26 Wagen dritter Klasse mit Bordküche und Gepäckabteil: CKD 6901–6926
10 Postwagen: P 7921–7930
Der Gepäckwagen mit Fahrradanteil NL-NS 50 84 92-37 007-9 der Gattung Df, ex Personenwagen 3. Klasse mit Küche und Gepäckabteil CKD 6910, ein Wagen vom Typ Plan E, am 24. Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan. Der Wagen wurde 1955 von Beijnes (Koninklijke Fabriek van Rijtuigen en Spoorwagens J.J. Beijnes) in Haarlem gebaut und als CKD 6910 an die NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländische Eisenbahnen) geliefert. 1956 wurden alle NS-Wagen umklassifiziert; aus der 2. Klasse wurde die 1. Klasse und aus der 3. Klasse die 2. Klasse, so wurde er zum BKD 6910. Im Jahr 1962 wurde er zum Speisewagen RDz 6960 umgebaut, die vier Abteile wurden durch einen Speiseraum ersetzt, auch die Küche wurde vergrößert. Äußerlich waren die Wagen durch den Schriftzug „RESTAURATIE“ (Restaurierung) erkennbar. Der Gepäckraum blieb, er war 7,8 Meter lang und hat eine Tragfähigkeit von 1,5 t. Am Ende des Wagens befand sich außerdem ein Abteil für den Schaffner. Ab 1969 wurde der Wagen zum RD 50 84 87-37 212-2 nummeriert. 1987 wurde der Wagen dann zum Gepäckwagen mit Fahrradanteil NL-NS 50 84 92-37 007-9 der Gattung Df in Haarlem umgebaut. Aufgrund des starken Fahrradverkehrs zwischen dem Süden und der Küste im Sommer setzten die Niederländischen Eisenbahnen (NS) im Mai 1983 vier umgebaute Plan-L-Postwagen für den Fahrradtransport ein. Die ICR-BKD-Wagen reichten nicht aus, um alle Fahrräder zu transportieren. Im Frühjahr 1987 wurden vier ausgemusterte RD-Plan-E-Wagen als Fahrradwagen eingesetzt. Sie wurden in der Haarlemer Werkstatt zu Fahrradwagen umgebaut. Nach seiner Außerdienststellung im September 2004 als Df 92-37 007 wurde der Wagen in Maastricht eingelagert und im Mai 2005 ging der Wagen ins Eisenbahnmuseum. Der NS CKD 6910 gehört zur Baureihe Plan E, die 1955 in Betrieb genommen wurde. Er ersetzte die letzten Holzwagen, die in den 1950er Jahren ausgemustert wurden. Die Wagen wurden nur im Inlandsverkehr eingesetzt. Die Buchstaben CKD stehen für 3. Klasse (C) mit Küche (K) und Gepäckabteil (D). Die Züge waren blau (Berliner Blau) mit sandgelben Streifen lackiert. 1956 wurden alle NS-Wagen umklassifiziert; aus der 2. Klasse wurde die 1. Klasse und aus der 3. Klasse die 2. Klasse. Der Plan E war für sein schlechtes Fahrverhalten bekannt. Die meisten Wagen wurden 1988 ausgemustert. Einige Wagen des Plan E blieben im Einsatz und wurden umfunktioniert, unter anderem für den Fahrradtransport. Diese Wagen erhielten die Typennummer Df, wobei das „f“ für „Bicycle“ steht. TECHNISCHE DATEN: Typ: Plan E Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsfolge: 2'2' Länge über Puffer: 23.050 mm Drehzapfenabstand: 16.400 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.750 mm Leergewicht: 46 t Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h Plan E (Baureihe) ist eine Serie von 196 Stahlwagen für Fernzüge, die die Niederländische Eisenbahn (NS) 1954 bei Werkspoor und Beijnes bestellte, um Holzwagen im Inlandsverkehr zu ersetzen. Diese Serie bestand aus: 46 Wagen zweiter Klasse: B 6501–6546 114 Wagen dritter Klasse: C 6601–6714 26 Wagen dritter Klasse mit Bordküche und Gepäckabteil: CKD 6901–6926 10 Postwagen: P 7921–7930
Armin Schwarz

Am 30 Mai 2019 schiebt Mp 3031 der 3029 durch Arnhem für ein Fitnessfahrt nach Blerick.
Am 30 Mai 2019 schiebt Mp 3031 der 3029 durch Arnhem für ein Fitnessfahrt nach Blerick.
Leon Schrijvers

Der kombinierte Speise- und Gepäckwagen vom Typ Plan D – NS RD 7659 am 24. Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan.

Der Halbgepäck-/Halbspeisewagen wurde 1951 von Beijnes, offiziell Koninklijke Fabriek van Rijtuigen en Spoorwagens J.J. Beijnes (Königliche Fabrik für Kutschen und Eisenbahnwagen J.J. Beijnes) in Haarlem gebaut und an die NS (Niederländische Eisenbahn) geliefert. Dieser Wagen wurde als RD 7659 und später ab 1966 als 51 84 87-40 111-0 geführt.

Der kombinierte Speise- und Gepäckwagen war 1951 eine Neuheit bei der NS. Die Wagentypen (Gattung) wurden kombiniert, da sowohl die einzelnen Speisewagen als auch die Gepäckwagen über erhebliche Kapazitätsüberschüsse verfügten. Aus betrieblicher Sicht war eine Kombination wirtschaftlicher. Die Serie dieser Plan D Wagen der Gattung WRD bestand aus 10 Stück (RD 7651-7660). Die NS setzte den kombinierten Wagen auch im internationalen Verkehr ein. 

An Bord befanden sich eine Bar und eine Kombüse. Die Kombüse enthielt einen Kohleofen, einen Kühlschrank, eine Spüle und Stauraum. Der Speiseraum bot Platz für 15 Passagiere. Der Wagen verfügte außerdem über ein Schaffnerabteil, eine Telefonzelle (Telefon war nie installiert) und einen Informationspoint (wo ebenfalls nie einer saß). 1954 wurde der Speiseraum auf 23 Sitzplätze erweitert. Dies ging auf Kosten der Bar und des Informationabteils. Die Telefonzelle blieb als leerer, abgeschlossener Raum bestehen. Im anderen Teil des Wagens befand sich ein großes, abschließbares Gepäckabteil. Der Waggon wurde speziell für die Ausstellung 'Tosti’s, Truffels en Treinen' im Juni 2020 wunderschön restauriert und erhielt dank von Spenden der BankGiro Lottery, der Stichting Goede Doelen Nh1816 (Nh1816 Charity Foundation) und des Vereins der Freunde des Eisenbahnmuseums seine ursprüngliche türkise Farbe zurück.

Die Plan D Wagen:
Plan D ist die Typenbezeichnung für eine Reihe von Reisezugwagen (D-Zug-Wagen) die zwischen 1950 und 1951 von den beiden Herstellern Werkspoor oder Beijnes gebaut wurden. Diese Wagen waren von 1950 bis 1987 bei den Niederländischen Eisenbahnen (NS) im Einsatz. 

Die NS beschloss 1949, ihren stark dezimierten Fuhrpark um siebzig D-Zugwagen zu ergänzen, die die Typenbezeichnung Plan D erhielten. Die Bestellung an Werkspoor und Beijnes umfasste zwanzig Wagen der ersten und zweiten Klasse (AB), vierzig Wagen der dritten Klasse (C) und zehn Wagen mit Speise- und Gepäckabteilen (RD), somit insgesamt 70 Wagen. 

Die Wagenkastenkonstruktion entsprach weitgehend den der Rundkopfwagen die zwischen 1935-1939 gebaut worden waren. Die Böden, die zuvor aus Holz bestanden, bestanden nun aus geripptem Blech mit Korkfüllung. Durch die Verwendung dieses gerippten Materials konnten verschiedene Querkonstruktionen entfallen. Auch die Drehgestelle waren anders konstruiert und orientierten sich an der Vorkriegsbauart „IT“, heute Bauart „S“.

Das Erscheinungsbild der Wagen veränderte sich durch zusätzliche Dachrinnen und elektrische Schlusslichter. Die zuvor verwendeten Schlusslichteisen blieben aufgrund ihres internationalen Einsatzes erhalten. Die Wagen hatten zudem ein Abteil weniger als die alten Rundkopfwagen.

Die Wagen wurden ab 1950 in der damals neuen türkisfarbenen Lackierung in Betrieb genommen. Gezogen von den ebenfalls neuen und in gleicher Farbe gelieferten Elektrolokomotiven der Baureihen 1100, 1200 und 1300 wurden sie für Schnellzüge eingesetzt. Nach einigen Jahren wurde das auffällige Türkis durch Berliner Blau ersetzt, das sie bis zuletzt behielten.

Mit Ausnahme der RDs wurden diese Wagen zwischen 1974 und 1978 ausgemustert. Aufgrund des gestiegenen Kapazitätsbedarfs auf der Strecke Amsterdam–Brüssel Anfang der 1970er Jahre wurden acht RDs nach einem erfolgreichen Probebetrieb 1974 zu Steuerwagen für Benelux-Züge im Wendezugbetrieb umgebaut. Diese Wagen dienten in dieser Funktion bis 1987, als sie durch neu gebaute Wagen in gelb-roter Lackierung nach dem ICR-Design ersetzt wurden.

Folgende Serien wurden gebaut:
20 Stück Serie AB 7701-7720 – mit 12 Sitzplätze in der 1. und 36 in der 2. Klasse
40 Stück Serie C 7801-7840 - mit 72 Sitzplätze in der 3. Klasse
10 Stück Serie RD 7651-7660 – mit 15 Sitzplätze im Restaurant (später 23)

TECHNISCHE DATEN:
Baujahr: 1950/51
Hersteller: Werkspoor oder Beijnes
Spurweite: 1.435 mm (Normalspur)
Achsen: 4 (in 2 Drehgestellen)
Achsfolge: 2'2'
Länge über Puffer: 22.650 mm
Drehzapfenabstand: 15.650
Achsabstand im Drehgestell: 3.000 mm
Leergewicht: 47 t (RD 48 t)
Sitzplätze: s.o.

Quellen: martijnhaman.nl, Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften, Wikipedia (Niederlande)
Stand/Überarbeitung: Oktober 2025
Der kombinierte Speise- und Gepäckwagen vom Typ Plan D – NS RD 7659 am 24. Juni 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im ehemaligen Bahnhof Maliebaan. Der Halbgepäck-/Halbspeisewagen wurde 1951 von Beijnes, offiziell Koninklijke Fabriek van Rijtuigen en Spoorwagens J.J. Beijnes (Königliche Fabrik für Kutschen und Eisenbahnwagen J.J. Beijnes) in Haarlem gebaut und an die NS (Niederländische Eisenbahn) geliefert. Dieser Wagen wurde als RD 7659 und später ab 1966 als 51 84 87-40 111-0 geführt. Der kombinierte Speise- und Gepäckwagen war 1951 eine Neuheit bei der NS. Die Wagentypen (Gattung) wurden kombiniert, da sowohl die einzelnen Speisewagen als auch die Gepäckwagen über erhebliche Kapazitätsüberschüsse verfügten. Aus betrieblicher Sicht war eine Kombination wirtschaftlicher. Die Serie dieser Plan D Wagen der Gattung WRD bestand aus 10 Stück (RD 7651-7660). Die NS setzte den kombinierten Wagen auch im internationalen Verkehr ein. An Bord befanden sich eine Bar und eine Kombüse. Die Kombüse enthielt einen Kohleofen, einen Kühlschrank, eine Spüle und Stauraum. Der Speiseraum bot Platz für 15 Passagiere. Der Wagen verfügte außerdem über ein Schaffnerabteil, eine Telefonzelle (Telefon war nie installiert) und einen Informationspoint (wo ebenfalls nie einer saß). 1954 wurde der Speiseraum auf 23 Sitzplätze erweitert. Dies ging auf Kosten der Bar und des Informationabteils. Die Telefonzelle blieb als leerer, abgeschlossener Raum bestehen. Im anderen Teil des Wagens befand sich ein großes, abschließbares Gepäckabteil. Der Waggon wurde speziell für die Ausstellung 'Tosti’s, Truffels en Treinen' im Juni 2020 wunderschön restauriert und erhielt dank von Spenden der BankGiro Lottery, der Stichting Goede Doelen Nh1816 (Nh1816 Charity Foundation) und des Vereins der Freunde des Eisenbahnmuseums seine ursprüngliche türkise Farbe zurück. Die Plan D Wagen: Plan D ist die Typenbezeichnung für eine Reihe von Reisezugwagen (D-Zug-Wagen) die zwischen 1950 und 1951 von den beiden Herstellern Werkspoor oder Beijnes gebaut wurden. Diese Wagen waren von 1950 bis 1987 bei den Niederländischen Eisenbahnen (NS) im Einsatz. Die NS beschloss 1949, ihren stark dezimierten Fuhrpark um siebzig D-Zugwagen zu ergänzen, die die Typenbezeichnung Plan D erhielten. Die Bestellung an Werkspoor und Beijnes umfasste zwanzig Wagen der ersten und zweiten Klasse (AB), vierzig Wagen der dritten Klasse (C) und zehn Wagen mit Speise- und Gepäckabteilen (RD), somit insgesamt 70 Wagen. Die Wagenkastenkonstruktion entsprach weitgehend den der Rundkopfwagen die zwischen 1935-1939 gebaut worden waren. Die Böden, die zuvor aus Holz bestanden, bestanden nun aus geripptem Blech mit Korkfüllung. Durch die Verwendung dieses gerippten Materials konnten verschiedene Querkonstruktionen entfallen. Auch die Drehgestelle waren anders konstruiert und orientierten sich an der Vorkriegsbauart „IT“, heute Bauart „S“. Das Erscheinungsbild der Wagen veränderte sich durch zusätzliche Dachrinnen und elektrische Schlusslichter. Die zuvor verwendeten Schlusslichteisen blieben aufgrund ihres internationalen Einsatzes erhalten. Die Wagen hatten zudem ein Abteil weniger als die alten Rundkopfwagen. Die Wagen wurden ab 1950 in der damals neuen türkisfarbenen Lackierung in Betrieb genommen. Gezogen von den ebenfalls neuen und in gleicher Farbe gelieferten Elektrolokomotiven der Baureihen 1100, 1200 und 1300 wurden sie für Schnellzüge eingesetzt. Nach einigen Jahren wurde das auffällige Türkis durch Berliner Blau ersetzt, das sie bis zuletzt behielten. Mit Ausnahme der RDs wurden diese Wagen zwischen 1974 und 1978 ausgemustert. Aufgrund des gestiegenen Kapazitätsbedarfs auf der Strecke Amsterdam–Brüssel Anfang der 1970er Jahre wurden acht RDs nach einem erfolgreichen Probebetrieb 1974 zu Steuerwagen für Benelux-Züge im Wendezugbetrieb umgebaut. Diese Wagen dienten in dieser Funktion bis 1987, als sie durch neu gebaute Wagen in gelb-roter Lackierung nach dem ICR-Design ersetzt wurden. Folgende Serien wurden gebaut: 20 Stück Serie AB 7701-7720 – mit 12 Sitzplätze in der 1. und 36 in der 2. Klasse 40 Stück Serie C 7801-7840 - mit 72 Sitzplätze in der 3. Klasse 10 Stück Serie RD 7651-7660 – mit 15 Sitzplätze im Restaurant (später 23) TECHNISCHE DATEN: Baujahr: 1950/51 Hersteller: Werkspoor oder Beijnes Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsen: 4 (in 2 Drehgestellen) Achsfolge: 2'2' Länge über Puffer: 22.650 mm Drehzapfenabstand: 15.650 Achsabstand im Drehgestell: 3.000 mm Leergewicht: 47 t (RD 48 t) Sitzplätze: s.o. Quellen: martijnhaman.nl, Somda RailWiki.nl, Het Spoorwegmuseum, nmld.nl, Anschriften, Wikipedia (Niederlande) Stand/Überarbeitung: Oktober 2025
Armin Schwarz






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